Samstag, 10. Dezember 2016

Finnland






Finnland


Für mich ist das deutsche Weihnachts-Wunder-Land das Erzgebirge.
Es ist, als hätte sich das Christkind selbst hier nieder gelassen, um mit seinen Engeln all diese herrlichen Dinge zu schaffen, die Weihnachten in unsere Stuben bringen.
Wundervoll geschnitzte Figuren, die Bergmänner, die Räuchermännchen, die Nussknacker, die Spieldosen, den Schwibbogen und die liebevoll mit kleinen Figuren versehenen Pyramiden, die sich im Kerzenschein drehen, erfreuen das
Auge und das Herz.


 Ebenso ein Weihnachts-Wunderland ist Finnland.
Wohnen die Finnen doch in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Weihnachtsmann.
Der Joulupukki, wie die Finnen ihn nennen wohnt im Berg Korvatunturi in Finnisch-Lappland.
Mit seinen Wichteln bereitet er die vielen herrlichen Geschenke für die Kinder vor, die er an Weihnachten in die finnischen Stuben bringt.
Den geheimen Eingang in den Berg hat bisher noch niemand gefunden.
Für die Finnen ist Weihnachten sehr wichtig.
Neigt sich doch die große Finsternis die im Herbst beginnt dem Ende zu und bald werden die Tage wieder länger und heller.
Für die Kirche beginnt die Weihnachtszeit mit dem
1. Adventssonntag, doch für die Menschen oft schon im Oktober.
Es gibt viele Vereine, hauptsächlich Frauenverbände, die für die Weihnachtsbasare basteln und bei diesen Zusammenkünften entsteht schon eine weihnachtliche Stimmung.
Pikkujoulu“, kleine Weihnachten, werden diese Zusammenkünfte liebevoll genannt.
In Finnland gibt es keine Weihnachten ohne Weihnachtsbasare.
Am 1. Advent ertönen aus den Kirchen
die Klänge „Hosianna“ von dem gebürtigen Würzburger
Georg Josef Vogler (1749 – 1814), der als Kapellmeister am schwedischen Hof tätig war (1786 – 1814 ) und die Menschen strömen herbei um zu lauschen.
Der 24 Dezember ist für die Finnen ein großes Familienfest und aus allen Teilen des Landes kommen die Verwandten angereist, von den Großeltern bis Urenkel ist dann alles versammelt.
Mittag um 12 Uhr wird in Turku, der früheren Hauptstadt der
Weihnachtsfrieden verkündet.
Dabei wird eine aus dem Mittelalter stammende Ermahnungs- und Grußbotschaft vorgelesen.
Die meisten Finnen hören es über Radio oder Fernsehen und verbinden damit gleich einen Teil des ersten Weihnachtsessen.
Am Spätnachmittag ist ein Gottesdienst und anschließend besucht man die Gräber um eine Kerze anzuzünden.
Ein finnischer Friedhof am Hl. Abend ist überwältigend.
Tausend Kerzen scheinen im Schnee.
Danach wird im engsten Familienkreis gefeiert.
Nach einem Besuch in der Sauna kommt der Joulupukkie und bringt Geschenke. Es wird gesungen, Ringelreihen getanzt, dann erzählt der Weihnachtsmann von seinem langen Weg aus Lappland und erst wenn er zur nächsten Familie aufbricht, wird gegessen.
Am 25. Dezember werden Freunde besucht und am 26. Dezember ist dann Tanz in Restaurants.

© Lore Platz



1 Kommentar:

  1. Auch sehr schöne Bräuche in Finnland. Vielen Dank, dass Du sie uns näher bringst!
    LG
    Marle

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